17/10/2016

Das Arzt-Patienten-Gespräch

In einem der letzten Beiträge habe ich Ihnen vom mündigen Patienten berichtet und warum es für uns alle von Bedeutung ist, von unserem Recht der Mitsprache Gebrauch zu machen.

Wir müssen uns aber darüber im Klaren sein, dass ein Dialog erst dann möglich ist, wenn beide Seiten diesen wünschen und sich dabei an gewisse Rahmenbedingungen halten. Untersuchungen haben gezeigt, dass der konsultierte Arzt den Patienten beim spontanen Bericht bereits nach 18 Sekunden das erste Mal unterbricht. Warum ist das so? Ist es die Unhöflichkeit des Mediziners oder erkennt er das gesundheitliche Problem bereits innerhalb dieser kurzen Zeit? Es kann viele Gründe dafür geben, ein wesentlicher Faktor ist aber sicher die notorische Zeitnot des Arztes. 

Praxisleitfaden von Alexander Riegler

Ich möchte Ihnen Möglichkeiten zeigen, wie SIE die kostbare Behandlungszeit sinnvoll und effektiv nützen können.

Beginnen Sie damit, die Wartezeit bestmöglich zu verwenden, überlegen Sie sich bereits vor dem eigentlichen Arztbesuch für Sie relevante Fragen. Was wollen Sie in Bezug auf Ihre Krankheit noch wissen? Was haben Sie vergessen? Was kann ich in Zukunft besser machen? Dem Mediziner steht nicht unendlich viel Zeit für Ihre Fragen zur Verfügung, konzentrieren Sie sich daher auf das Wesentlichste. Ihr Vertrauensarzt wird sich sicher bemühen, alle Ihre Fragen bestmöglich zu beantworten. Möglicherweise erhalten Sie aber viel zu viele neue Informationen in der kurzen Zeit, daher rate ich Ihnen, machen Sie sich Notizen oder nehmen Sie eine weitere Vertrauensperson zum Gespräch mit. Es ist bekannt, dass die Aufnahmefähigkeit, bedingt durch das Alter und die Nervosität, teilweise eingeschränkt ist, dies hat aber zur Folge, dass bereits kurz nach dem Gespräch 40-80 Prozent des Inhaltes wieder vergessen werden.

Nicht viel besser sieht es bei der Compliance aus, 50 Prozent befolgen die Anweisungen des Arztes falsch oder gar nicht. Fragen Sie daher im Zweifelsfall immer nach. Sollten im Zuge des Gespräches Entscheidungen getroffen werden, die Ihre Lebensqualität oder sonstigen Abläufe stark verändern könnten, so nehmen Sie sich eine Bedenkzeit und entscheiden später. In Zweifelsfällen lohnt es sich auch, eine Zweitmeinung einzuholen.

Umfangreichere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Praxisleitfaden Wie finde ich seriöse Gesundheitsinformationen im Internet ab der Seite 46.

 

Letzte Änderung am 02/11/2018

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Alexander Riegler, MPH, EMPH, BSc.

 

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