24/02/2013

Kritische Gesundheitsbildung – Werbeversprechen durchschauen

Laufend hören wir in der Werbung, wie gesund die angebotenen Lebensmittelprodukte sind und welche Vorteile sich aus dessen Konsum ergeben. Gerade in Bezug auf Kinder spielt das eine große Rolle, denn wenn uns die Werbung suggeriert, dass das jeweilige Produkt sehr gut für unsere Kinder ist, dann haben wir beim Kauf jedes Mal das Gefühl, wir haben etwas Gutes und Sinnvolles gemacht. Im Sinne der kritischen Gesundheitsbildung ist es notwendig, diese Versprechen zu hinterfragen.Ich möchte Ihnen damit nicht vom Genuss des Produktes abraten, sondern Sie nur darauf hinweisen, dass Süßigkeiten dem  Genuss dienen und nicht unbedingt als Vitaminspender oder gesunde Jause.

Immer wieder bin ich mit den „gesunden Kindermilchschnitten®“ konfrontiert und höre von vielen Menschen, wie gesund diese doch sind. Es ist Milch und Honig enthalten und nicht das schädliche Zeugs von den anderen Kindersachen. Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach mehr Informationen gemacht und wurde auf der Seite der Verbraucherschutzorganisation „Foodwatch®“ fündig. Nachzulesen ist der gesamte Artikel auf Wikinews.

 

Foodwatch bezeichnet den Werbeslogan „Schmeckt leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch.“ als einen „dreisten Etikettenschwindel“. Externe Quelle: www.FAZ.netLaut der Organisation beinhaltet die Milch-Schnitte mehr Kalorien als eine Schoko-Sahnetorte, denn der Großteil des Produktes, zirka 60 Prozent, besteht aus Zucker und Fett. Das Unternehmen sieht keinen Handlungsbedarf in Bezug auf den Slogan, denn es gäbe keinen Hinweis darauf, dass Konsumenten dadurch getäuscht werden.

Selbst der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert den Hersteller Ferroro®. Aus Ihrer Sicht ist es medizinisch „unverantwortlich“, dass derartige Süßspeisen als etwas Leichtes angepriesen werden.

 

Nicht viel besser fällt das Urteil für Danone® aus. Blindtests haben bei den Joghurts ergeben, dass Placebos zum Teil sogar besser wirken als die entsprechenden angebotenen Produkte dieser Firma.

Haben Sie gewusst, dass der „leckere Fruchtsaft“ in den „Nimm2®“-Bonbons nur 1,3 Prozent Fruchtkonzentrat enthält und ganze 68,6 Prozent Industriezucker? Somit erhöht sich nach dem Konsum das Risiko stark, Karies und Übergewicht zu bekommen.

 

Überlegen Sie sich daher beim nächsten Einkauf, ob Sie Ihrem Kind mit einer Milchschnitte wirklich eine gesunde Jause mitgeben. Im Sinne Ihrer eigenen Gesundheitskompetenz trauen Sie nicht allen noch so gut klingenden Angeboten und Werbeversprechen.

 

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Quellen:

Frankfurter Allgemeine-Gesellschaft: Link

Wikinews.org: Link

 

Fotonachweis:

 Frankfurter Allgemeine: Link

 

Letzte Änderung am 29/06/2014

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