01/12/2015

Sind Energy Drinks stimulierende Drogen?

Immer mehr Menschen greifen zu Getränken mit anregender Wirkung, den sogenannten Energy Drinks. Besonders Augenmerk sollten wir in diesem Zusammenhang auf das Alter legen. Auf dem Weg durch die Ballungszentren gehört es mittlerweile zum normalen Alltag, Jugendliche mit einem der Drinks in der Hand zu sehen. Die Drinks versprechen uns eine erhöhte Aktivität und Aufmerksamkeit. Einer der Anbieter sogar, dass uns Flügel verliehen werden.

Gerade in Österreich ist der Markt aufgrund der vielen Anbieter sehr umkämpft. In keinem anderen Land werden mehr von diesen Getränken konsumiert als bei uns. Der größte Anbieter, Red Bull®, sieht sich durch die vielen Billigmarken nicht in Gefahr. Viel eher helfen die kleinen Anbieter mit all ihren Eigenmarken den Markt zu vergrößern.

Der Handel mit den Fitmachern boomt, alleine in Amerika wurden im letzten Jahr damit mehr als 12 Milliarden USD umgesetzt. Im Jahr 2010 wurden an die 6 Milliarden Drinks verkauft, man schätzt, dass zirka ein Drittel der dortigen Jugendlichen regelmäßig diese konsumieren.

Ein gelegentlicher Drink wird vermutlich unserer Gesundheit nicht wirklich schaden, trotz allem sollten wir uns über die möglichen gesundheitlichen Konsequenzen bewusst sein.

Es ist kein Geheimnis, dass die Getränke Koffein enthalten.

 koffeintabelle

Quelle: Kurier.at

 

Vorfälle mit Energy Drinks

Im Oktober 2012 wurde im Kurier® von einem tödlichen Vorfall in Amerika berichtet, der womöglich mit dem Konsum von Energy Drinks in Verbindung steht. Eine 14 Jährige hat am Vortrag zwei 0,7l Dosen der aufputschenden Getränke getrunken und ist später aus bisher noch ungeklärten Gründen gestorben. Vermutet wird ein starker Zusammenhang mit dem Energy Drink. Der durch die zwei konsumierten Drinks aufgenommene Koffeingehalt entspricht in etwa 14 Cola-Flaschen (siehe Grafik)! Später wurde als Todesursache eine Herzrhythmusstörung durch Koffein-Vergiftung festgestellt. Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (ages) beruhigt, denn in Österreich und allgemein in Europa sind die Gebindegrößen anders, zudem ist der Koffeingehalt in der EU auf 32mg/100 ml beschränkt (Kurier, 2013).

 

Gesundheitliche Beeinträchtigungen

Von der gesundheitlichen Seite her können die Getränke zu Herzflattern, Herzrhythmusstörungen, Dehydrierung, Blutdruckhochdruck, erhöhtem Puls oder auch zu Herzinfarkten führen. Zu einer besonderen Belastung für den Körper wird es, wenn es zu einer Interaktion mit anderen Substanzen (z.B.: Medikamenten und/oder Alkohol) kommt.

Eine Studie in Amerika konnte aufzeigen, dass es zu zirka 20.000 Mehraufnahmen in den Notfallambulanzen aufgrund des Konsums von Energy Drinks gekommen ist (U.S. Department of Health & Human Services, 2013). Das sind doppelt so viele wie im Jahr 2007. Die FDA verzeichnete zudem 18 Todesfälle.

Es ist auf jedem Fall notwendig, dass die Getränkehersteller den enthaltenen Koffeingehalt klar ersichtlich präsentieren. Erwachsene sollten zudem den Koffeinkonsum pro Tag auf 500 mg beschränken, das beinhaltet auch den Kaffee-Konsum. Jugendliche, ältere Menschen und Personen mit Leberschädigungen sollten aus eigenem Interesse eine wesentlich geringe Obergrenze ins Auge fassen. Kindern sollte der Konsum grundsätzlich nicht ermöglicht werden. Ärzte sind angehalten, gerade bei Jugendlichen danach Ausschau zu halten, wer von Ihnen oft zu diesen Dosen greift, denn hier besteht auf jeden Fall Aufklärungsbedarf. Am ehesten greifen junge Männer und Studenten zu diesen Getränken. In Mexiko wird angedacht, dass die Freigabe von Energy Drinks erst mit 18 zu erlauben.

Am Effektivsten ist es aber, wenn wir diese Dosengetränke nicht länger als Durstlöscher ansehen, sondern als flüssige Droge zur Stimulierung oder zumindest als Nahrungsmittel mit medikamentenähnlichem Charakter.

 

Vernetzen Sie sich mit mir auch auf FacebookTwitter und Xing!

 

Quellen:

Kurier (2012).Energy-Drinks können Herz belasten. http://kurier.at/lebensart/gesundheit/energy-drinks-koennen-herz-belasten/825.166

Meier, B. (2013). http://www.nytimes.com/2013/01/02/health/scant-proof-is-found-to-back-up-claims-by-energy-drinks.html?pagewanted=all&_r=0

Pho, K. (2013). Why energy drinks should be considered stimulant drugs. http://www.kevinmd.com/blog/2013/03/energy-drinks-considered-stimulant-drugs.html

U.S. Department of Health & Human Services (2013). Update on Emergency Department Visits Involving Energy Drinks: A Continuing Public Health Concern, http://www.samhsa.gov/data/2k13/DAWN126/sr126-energy-drinks-use.pdf

 

Fotonachweis:

Wikipedia.org (En)

 

Letzte Änderung am 28/09/2018

Nimm Kontakt auf

Alexander Riegler, MPH, EMPH, BSc.

 

Lilienthalgasse 14/1

8020 Graz

Tel.: +43 664 423 42 36

Email: office@alexanderriegler.at

Qualitätsauszeichnungen

Die Qualität der angebotenen Informationen ist mir wichtig, diese unabhängigen Organisationen bestätigen dieses Vorhaben.

Ich befolge den HON-Code Medisuch opt

Support

Medizinische Anfragen

Es werden keine medizinschen Ratschläge gegeben. Wenden Sie sich bitte immer an den Arzt Ihres Vertrauens.

Medienanfragen

Anfragen von der Presse sind willkommen. Bitte verwenden Sie für Ihre Anfragen das Kontaktformular oder rufen Sie an.

 

© 2018 Der Kompetenzentwickler Alexander Riegler