01/12/2015

Die Brown-Bag-Methode

Nach der Teach-Back-Methode möchte ich heute kurz auf die Brown-Bag-Methode eingehen.

Zuerst einmal was heißt Brown-Bag? Hierbei handelt es sich sozusagen um eine braune Papiertüte – siehe Foto. Die Methode die dahinter steckt ist sehr einfach und kann sehr leicht von jedem von uns angewandt werden.

Nachdem ich mit diesem Vorschlag schon einmal mit Problemen konfrontiert wurde, werde ich heute versuchen eine sehr allgemeine Formulierung zu verwenden. Vielleicht haben Sie Lust und antworten mir, was Sie von diesem Vorschlag halten.In Bezug auf die Gesundheitskompetenz muss ich Ihnen vermutlich nicht mehr viel erzählen. Die Leser die immer wieder hier vorbei schauen, kennen meine Ideen und meine kostenlosen Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz. Neuankömmlingen empfehle ich einen Blick auf die verschiedenen Unterseiten meiner Webseite zum Thema Gesundheitskompetenz.

Warum ist diese Methode nun so besonders? Bei der Brown-Bag-Methode handelt es sich um eine Möglichkeit, Ihre verordneten Medikamente auf Ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen. Sie werden hierbei aufgefordert all jene Medikamente einzupacken, die Sie gerade einnehmen. Einnehmen sollten oder glauben, einnehmen zu müssen. Sie sehen, es gibt hierbei einen wesentlichen Unterschied. Möglicherweise stehen Wirkstoffe zu einander im Widerspruch oder sind für Sie nicht mehr relevant.

 

Überdosierung – Wechselwirkung – Vielfalt

Wie kann es nun dazu kommen, dass auf Ihrem „täglichen Medikamentenspeiseplan“ zu viele Medikamente stehen? Es kann sein, dass Sie von unterschiedlichen Ärzten zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgrund verschiedener gesundheitlicher Probleme Medikamente verschrieben bekommen haben. Natürlich kommt jetzt sofort der Einwand, dass viele dieser Medikamente einer Verschreibung bedürfen. KORREKT. ABER, einerseits sind nicht alle verschreibungspflichtig und andererseits könnten Sie durchaus einen Arzt im guten Glauben davon überzeugt haben (reine theoretische Annahme), dass Sie dieses Medikament noch immer brauchen, Ihr Facharzt / ein anderer Arzt hat es Ihnen doch damals unbedingt empfohlen.

 

Ihr Gesundheitszustand hat sich verändert und womöglich sind einige Medikamente oder andere Pillen aller Art (z.B.: Ergänzungsmittel) nicht mehr notwendig.

 

Sofern Sie nun einen Arzt haben, der sich für Sie ein wenig Extra-Zeit nimmt, dann legen Sie Ihm doch bitte alle Ihre aktuellen Medikamente vor und erklären Sie Ihm, warum Sie diese Medikamente noch einnehmen.

 

Vielleicht kann das eine oder andere Medikament bereits wieder abgesetzt werden. Ich würde es Ihnen wünschen.

 

Kurz gesagt, ein Experte sieht sich Ihre Verschreibungen an und beurteilt diese auf Ihre Zweckmäßigkeit/Notwendigkeit.

 

Weiterführende Literatur: Brown Bag Medication Review http://www.nchealthliteracy.org/toolkit/tool8.pdf

 

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Letzte Änderung am 20/10/2018

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