01/08/2015

Serie: Geschichten statt aktuellen Statistiken

Leicht verständliche Geschichten können oftmals die Verständlichkeit erhöhen und bleiben vielfach länger in Erinnerung.

Vor kurzem habe ich Ihnen von der Verwendung von Fotos und Piktogrammen in Ihren Texten berichtet. Wann macht es beispielsweise Sinn, ein Foto oder ein Piktogramm zu verwenden? Welchen Vorteil hat das für Sie und den Leser? Den vollständigen Beitrag finden Sie hier.

Wie sieht es nun aber im Gesundheitsbereich mit Statistiken, aktuellen Publikationen und persönlichen Schilderungen aus?

Gehen wir zuerst einmal davon aus, dass Sie sich gerade in einer ärztlichen Behandlung befinden und laufend zitiert der Experte aktuelle Studien und versucht Ihnen mit Statistiken sein umfangreiches und vor allem aktuelles Wissen zu schildern. Es ist sehr gut, wenn ein Arzt sich selbst auf dem laufenden wissenschaftlichen Stand hält und sein Wissen in die Arbeit einfließen lässt. Wenig hilfreich sind jene Experten, die von Ihrer Studienzeit vor 40 Jahren erzählen und schildern, wie viele Menschen Sie seither damit geholfen haben. In einem Nebensatz erwähnt er dann übrigens noch, dass er von den neuen wissenschaftlichen Errungenschaften nichts hält – was damals gut war, ist heute sicher auch noch gut.

 

Für uns als Patienten wäre es aber einfacher, wenn der Arzt sein aktuelles Wissen im Hintergrund zur Anwendung bringt und uns in einfachen Worten eine Zusammenfassung gibt.

 

Studien (RWJF, 2011) haben gezeigt, dass Informationen, die in Geschichten verpackt werden, besonders dazu beitragen, dass die individuelle Eigenversorgung/Eigenständigkeit von Personen verbessert wird. Geschichten tragen dazu bei, dass sich die Einstellung von Personen gegenüber Gesundheitseinrichtungen und den entsprechend zur Verfügung gestellten Services (z.B.: Informationsangebote) verbessert.

 

Wenn entsprechende Aussendungen gemacht oder Informationen zur Verfügung gestellt werden, so kann der Kerninhalt durchaus in einer einfachen Geschichte verpackt werden. Die Verwendung einer einfachen Sprache ohne Fachausdrücke verbessert die Akzeptanz ungemein.

 

Ein weiterer wesentlicher Schritt nach vorne kann damit erreicht werden, indem Patienten verstärkt als Partner im Gesundheitsprozess eingebunden werden.

 

Studien um Studien (NCBI) zeigen ein ähnliches Bild: Wenn wir mit unseren (Public Health) – Kampagnen Menschen erreichen und eine Verbesserung in Ihrem Leben erreichen wollen, dann müssen wir Erfahrungsberichte (Geschichten) von realen Menschen in unsere Arbeit mit einbinden und diese verständlich kommunizieren.

 

Auf dieser Homepage finden Sie beispielsweise Erfahrungsberichte von Menschen, die über Ihre Stärken und Schwächen im Bereich Health Literacy berichten.

 

Sollten Sie somit in nächster Zeit ein Projekt planen, dann erzählen Sie den Menschen was Sie hören wollen – eine gute, unverfälschte und brauchbare Geschichte.

  

Geschichten sind eine effektive Möglichkeit, um gesundheitsrelevante (Public Health) Informationen zu verbreiten. Versuchen Sie es.

 

Quelle:

http://communicatehealth.com & http://us6.campaign-archive2.com/?u=89de7eebd8&id=45d582b678&e=18ec13324f

RWJF (2011). Culturally Appropriate Storytelling to Improve Blood Pressure

http://www.rwjf.org/en/about-rwjf/newsroom/newsroom-content/2011/06/culturally-appropriate-storytelling-to-improve-blood-pressure.html

NCBI (Datenbanksuche bis 2013).http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=storytelling

 

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Letzte Änderung am 11/11/2018

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