18/05/2014

Conchita Wurst und die Toleranz

In diesem Beitrag steht eine Ausnahmekünstlerin im Mittelpunkt – es handelt sich hierbei um die Siegerin des 59. Eurovision Songcontest  - Conchita Wurst, die „Queen of Europe“ wie Sie mittlerweile genannt wird. Sie Fragen sich natürlich, warum dieses Thema für diesen Blog relevant ist. Zwei Gründe sprechen dafür – die großartige Leistung aufgrund des enormen persönlichen Einsatzes und gleichzeitig die Ihr entgegengebrachte Toleranz sind es meiner Meinung nach Wert, hier kurz genannt zu werden.

 

Diskriminierung und Toleranz

Die Kunstfigur „Conchita Wurst“ wurde von Thomas Neuwirth geschaffen und ist nun über die Ländergrenzen von Österreich hinaus bekannt.

 

Aus der Biografie von Thomas Neuwirth ist zu entnehmen, dass er aufgrund seiner Homosexualität Zeit seines Lebens mit Diskriminierung zu kämpfen hatte. Seine von Ihm geschaffene Kunstfigur soll vor allem dazu beitragen, dass es andere einmal leichter haben. Vermutlich in unserer Gesellschaft noch immer eine große Herausforderung.

 

„Anders sein“ erschwert unser tägliches Leben. An dieser Stelle versuche ich einen kleinen Brückenschlag zum eigentlichen Blogthema – der Gesundheitskompetenz. Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt sollten wir gegenüber anderen Personen mit offensichtlichen Defiziten toleranter sein. Wir kennen deren Geschichten nicht und dürfen daher nicht vorschnell urteilen. Warum beispielsweise ist jemand ein Alkoholiker? Wir wissen nicht, welche Gründe dafür verantwortlich sind. War es einfach nur die Neigung zum einem guten Tropfen Alkohol am Fernseher die am Ende überhand genommen hat oder waren es verschiedene Schicksalsschläge, die diese Person in diese ausweglose Lage gebracht hat. Warum ist jemand in die Prostitution geschlittert? Zwang oder Geldmangel?

 

Conchita Wurst und die Gesundheitskompetenz

Warum können andere Personen wiederum nicht die einfachsten medizinischen Anweisungen verstehen oder eine einfache Tabelle verstehen? Personen mit geringen Gesundheitskompetenzen können das oftmals nicht richtig. In der nachfolgenden Auflistung (Williams et al., 1995) sind ein paar Probleme und deren prozentuelle Verteilung ersichtlich.

 

US Health Literacy Studien fanden heraus, dass

26% eine schriftliche Terminvereinbarung nicht verstanden haben.

33% nicht in der Lage waren, grundlegende einfache Gesundheitsempfehlungen zu lesen.

42% die Anweisung nicht verstehen, ein Medikament auf leeren Magen einzunehmen.

43% Probleme haben, die Rechte und Pflichten der Versicherung zu verstehen.

60% verstanden ein standardisiertes Genehmigungsschreiben nicht.

 

Der zweite Grund für den Verweis auf Conchita ist neben dem Einsatz für mehr Toleranz Ihre eigene bisher erbrachte Leistung. Wie bereits genannt, musste Thomas Neuwirth immer mit Diskriminierung leben. Sein persönlicher Einsatz hat Ihm aber nun eine Weltkarriere ermöglicht.

 

Wir, die wir alle gewisse Defizite im Umgang mit unserer Gesundheit haben, können aus eigenem Antrieb heraus zumindest daran arbeiten, unser gesundheitsrelevantes Wissen zu verbessern. Mehr Wissen garantiert zwar keine bessere Gesundheit oder mehr Wohlbefinden, es ist aber zumindest ein nachhaltiger Ansatz um mehr Verantwortung für unseren eigenen Körper zu übernehmen. Ständige Abhängigkeit von Gesundheitsexperten oder Medikamenten sind sicher kein Schlüssel für eine gesunde Zukunft.

 

Ich von meiner Seite möchte Conchita Wurst auf diese Weise weiterhin viel Erfolg in der Musikbranche wünschen und danke für den Einsatz im Sinne von mehr Toleranz gegenüber anderen. 

 

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Letzte Änderung am 20/11/2015

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