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Lebt das erste Kind einer Familie gefährlicher aufgrund der Unwissenheit der Eltern?

Im Rahmen meines Blogs über den Aufbau von Gesundheitskompetenzen geht es heute um die Vermeidung (Prävention) von Unfällen bei Kindern. Unser Wissen und unsere Erfahrungen tragen dazu bei, sicher durch das Leben zu kommen. Kinder verfügen aber noch nicht über diese Erfahrungen und können Gefahren selbst nicht richtig einschätzen. Es ist somit unsere Aufgabe, negative Einflüsse soweit wie möglich zu minimieren. Machen wir das aber zeitgerecht und im ausreichendem Maße? Kennen wir überhaupt alle möglichen Gefahren?

 

Unabsichtliche Verletzungen wie Stürze oder Vergiftungen zählen zu den fünfthäufigsten Todesursachen bei Kindern. Zusätzlich sind sie einer der Hauptgründe für eine dauerhafte Behinderung oder Verlustes an Lebensqualität. Weltweit sterben rund zwei pro 100.000 Kinder unter 20 Jahren an den Folgen von Stürzen und ähnlich viele durch Vergiftungen.

 

Verschiedene Organisationen (z.B.: American Academy of Pediatrics) haben aus diesem Grund Informationsmaterialien für Eltern herausgegeben. Gerade was die Stürze betrifft, so wird empfohlen, vor Stiegen ein entsprechendes Stiegengitter bzw. eine Absperrung anzubringen. Vergiftungen können wiederum einfach vermieden werden, indem Haushaltsreiniger, Chemikalien aller Art und Medikamente außer Sicht- und Reichweite von Kindern gelagert werden. Eltern die bereits mehrere Kinder haben, sind in Bezug auf die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen bereits umfangreicher ausgestattet und erfahrener. Tritt die Elternschaft zum ersten Mal ein, so fehlen Sicherheitsmaßnahmen und auch entsprechende Erfahrungen vielfach noch. Es ist aber sehr wichtig, dass „Erstlingseltern“ ihren Kindern eine sichere Umgebung bieten können.

 

Um mehr darüber zu erfahren, welche Maßnahmen bereits beim ersten Kind ergriffen werden, wurde in den Niederlanden eine Studie mit mehr als 3100 Eltern von Kindern im Alter von 5 bis 12 Monaten durchgeführt.

Schutz der Kinder

Die Studie konnte klar zeigen, dass jene Personen, die nicht zum ersten Mal Eltern geworden sind, wesentlich umfangreichere Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Kinder ergriffen haben. Beispielsweise wurden vor den Stiegen Treppengitter angebracht und Medikamente sicherer verwahrt. Ersteltern halten sich im Gegensatz dazu wesentlich seltener an empfohlene Sicherheitsmaßnahmen. Es zeigte sich aber auch, dass diese Eltern ihre Sicherheitsvorkehrungen verbessert haben, als die Kinder mit dem Krabbeln begonnen haben. Somit aber erst zu einem Zeitpunkt, an dem die Kinder bereits einem Risiko ausgesetzt waren. Andere Studien haben bereits vorher schon gezeigt, dass diese Eltern nicht genug Maßnahmen ergriffen haben, um die Kinder vor möglichen Gefahren ausreichend zu schützen. Wenn die Kinder krabbeln können, dann haben sie den natürlichen Drang die Welt zu erkunden. Daher sollte ihre Umgebung bereits vorher richtig gestaltet werden, denn wenn etwas passiert ist, dann helfen alle guten Vorsätze nichts mehr. Nachdem nicht alle Kinder zum gleichen Zeitpunkt mobil werden, sollten diese Maßnahmen nicht zu lange hinausgezögert werden.

 

Kinder im Alter von null bis vier Jahren haben zudem ein erhöhtes Risiko aus dem Fenster bzw. vom Fenstersims zu fallen. Die Wahrscheinlichkeit für dieses negative Ereignis ist im Alter von einem Jahr am größten. Spezielle Sicherheitsvorrichtungen (Präventionsmaßnahmen) können auch hier Schutz bieten.

 

Zusammengefasst kann somit gesagt werden, dass Paare die zum ersten Mal Eltern geworden sind, in Bezug auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Kindes nicht ausreichend vorbereitet sind. Gerade zu einem Zeitpunkt, an dem Kinder noch nicht gehen können, sind weder Stiegen ausreichend vor Stürzen gesichert noch Medikamente richtig verwahrt.

Zu überlegen möchte ich in diesem Zusammenhang noch geben, dass diese jungen Eltern vielfach auch Bekannte haben, die wiederum Kleinkinder in ihrer Familie haben. Sollte es somit aus der Sicht der eigenen Kinder noch nicht notwendig sein, diese Maßnahmen zu ergreifen, so sollte aber im Sinne der Sicherheit der anderen Kinder nicht auf diese Präventionsmaßnahmen verzichtet werden.

 

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Quelle:

van Bellen M.E.J et al (2013). First-Time parents are not well enough prepared for the saftey of their infants

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